shared evening: GROUNDED // Luigi Guerrieri (IT/AT) & CARTE BLANCHE // Natalie Fend (AT)

Sa 30.7.2022 // 19.30

Foto: Rezzarte

Foto: buero magma

Sa 30.7.2022 // 19.30

Bräuhausgasse 40, 1050 Wien // freie Spende // food & drinks

ein geteilter Abend mit work in progress (Tanz-)Performances, die im Rahmen von RESIDENCY@Im_flieger und von Im_flieger CHANGING SPACES Wien-Vorarlberg entstanden sind bzw. weiterentwickelt wurden.

GROUNDED // Luigi Guerrieri

Jemand, der geerdet ist, trifft gute Entscheidungen und sagt oder tut keine dummen Dinge.
 (Cambridge Dictionary)

GROUNDED stellt das kulturelle Konzept des Wohlbefindens und seine kapitalistische Industrie vom Boden aus in Frage. In Anlehnung an die gängige Redewendung „geerdet sein“ liegt, kriecht, bewegt, murmelt Luigi auf dem Boden und verlässt ihn nie. Er ist sein Partner! Er erforscht die Welt der Menschen, die gute Entscheidungen treffen und keine dummen Dinge sagen oder tun, und dehnt das Konzept der Bodenständigkeit bis zu seinem Paroxysmus aus. Das Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, um dumme Dinge zu tun und zu sagen, um dumme Entscheidungen zu treffen.

Nach BOUNCING JUMPING ist GROUNDED das zweite Kapitel meiner Recherche über die Diktatur des Glücks und des Wohlbefindens. Die Abschlussperformance FLOWERS wird im November im WUK uraufgeführt.

Konzept und Performance: Luigi Guerrieri
Musik: Stefano D’Alessio
Externes Auge: Christina Rauchbauer
Bewegungsrecherche zusammen mit Daphna Horenczyk und Jolyane Langlois
Produktion: Sophie Menzinger
Unterstützt von: Stadt Wien – Kultur

CARTE BLANCHE // Natalie Fend

in Kooperation mit netzwerTanz Vorarlberg

Die Residenz im Rahmen des KünstlerInnen-Austauschprojektes CHANGING SPACES bietet der Vorarlberger Tänzerin und Choreografin Natalie Fend Raum und Zeit die eigene künstlerische Handschrift nach der existenziellen Erfahrung von Geburt und Leben mit Kind neu zu entdecken. Der Bezug zur Zeit und zum Umfeld, zu sich selbst ist ein anderer. Alles ist anders. „Bin nie nicht Tänzerin gewesen doch Mama geworden. Bin länger Tänzerin gewesen als ich Mama bin, werde noch lange Mama sein und wie lange werde ich noch Tänzerin sein?“ 

CARTE BLANCHE für eine Zeit der Veränderung

Luigi Guerrieri (IT/AT) ist Performancekünstler und Anthropologe in Wien. Seine Arbeit konzentriert sich auf den Treffpunkt zwischen Bewegung, Improvisation, Tanz und Geschichtenerzählen und kombiniert künstlerische, akademische und physische Forschung. Luigi arbeitet auch als Schreiblehrer und Tutor für den Master of Arts in Physical Theatre an der Accademia Teatro Dimitri in der Schweiz. www.luigiguerrieri.com

Natalie Fend (AT) ist Tänzerin, Choreografin und Interdisziplinäre Künstlerin, geboren 1989 in Feldkirch. Ihre essenzielle Bewegungssprache entwickelte Natalie Fend in der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Tanz- Kulturen, Reisen und dem darin innewohnenden Raum. „Der Körper ist ein Instrument der alles weiß, hör einfach zu. Unterschiedlichste Projekte brachten Natalie neben dem deutschsprachigen Raum u.a. nach Palästina und Israel (EXILE 2011 – Royston Maldoom), Cardiff – Wales (In between 2013 mit tangentCOLLABORATIONS), Simbabwe – Afrika (Do you Jodel? 2015 – Dschungel Wien) Venedig – Italien (Synthome Partitur 2015 von Dora Garcia – Biennale). Reisen nach u.a. New York, Kuba, Mexiko, Brasilien und Kopenhagen mündeten stets im Austausch mit anderen Künstler*innen und fungierten als Inspirationsquelle für weitere Arbeiten. Weiters kreierte sie zahlreiche Projekte im Raum Vorarlberg u.a. in der Johanniterkirche Feldkirch, im Spielboden Dornbirn, im Kunsthaus Bregenz und im Rahmen des Bregenzer Frühlings im öffentlichen Raum. Nach einem gemeinsamen Projekt beim Burgenländer Klangfrühling 2016, arbeitet Natalie seit 2018 mit dem Musiker und Komponisten Florian Willeitner (DE) und Pool of Invention (POI) zusammen. Sie kreierten bisher folgende Projekte: Mozart in the Wind, ein Tanzkonzert das im Rahmen der Mozartwoche 2020 von Rolando Villazón eingeladen und in der SZENE Salzburg uraufgeführt wurde. Non Animum, ein Kurzfilm-Projekt nominiert beim Filmfestival Regensburg 2020 und Erwachen, eine Choreografie im öffentlichen Raum im Rahmen des Bregenzer Frühling 2019. Neben ihren eigenen Projekten tanzte Natalie in Choreografien von Renate Graziadei, Blenard Azizaj, Ulduz Ahmazadeh, Aleksandra Vohl und Silvia Salzmann. Außerdem in Projekten von Johannes Rausch, Brigitte Walk, Dora Garcia, Theater Mutante und den Bregenzer Festspielen sowie dem Theater an der Wien. Ihre Ausbildung in zeitgenössischem Tanz erhielt sie an der MUK Wien (Choreografie – Tanz – Pädagogik) und Bühnentanz am Conservatoire Jean – Philippe Rameau in Dijon. Weiterbildungen an Schule des Theaters Wien und Complete Vocal Academy Kopenhagen. www.nataliefend.com