shared evening: Desire for a Fight by Ella Gill (IL/SK/AT) // INVERSENSA by Eva Urbanová (SK/AT)

Fr 6.11.2026 // 19.30

In Kooperation mit netzwerkTanz Vorarlberg

Foto: Ella Gill

Foto: Barbara Mair

Fr 6.11.2026 // 19.30

Work-in-progress Showings // Bräuhausgasse 40, 1050 Wien // pay as you wish/can // Drinks & Buffet

Ein geteilter Abend mit work-in-progress (Tanz-)Performances, die im Rahmen von Im_flieger CHANGING SPACES Wien-Vorarlberg und Im_flieger SUPPORTS (weiter)entwickelt wurden.

CHANGING SPACES Wien–Vorarlberg 2026
Im_flieger Wien in Kooperation mit netzwerkTanz
Residenz Ella Gill in Dornbirn: 2.–30. Oktober 2026
Mehr zu netzwerkTanz hier.

Desire for a Fight // Ella Gill (IL/SK/AT)

Mit Desire for a Flight zeichnet Ella Gill einen körperlichen Kampf nach, der aus einem passiven, verborgenen und sprachlosen Ort heraus entsteht. In wechselnden Zuständen von Anspannung, Widerstand, Zittern und Erschöpfung bewegt sie sich entlang der Grenzen zwischen Kontrolle und Loslassen, Beharrlichkeit und Hingabe. Die Auseinandersetzung mit der Materialität von Kleidung wird zusammen mit Gills Stimme und ihrer sich verändernden Muskelspannung zu einem wesentlichen Bestandteil der Performance. Durch diese körperliche Erkundung stellt sie die Frage, welche Kämpfe es wert sind, geführt zu werden, und welche nicht ihre eigenen sind.

Choreografie, Performance und Kostümdesign: Ella Gill
Originalmusik: Noga Nakash
Outside Eye und Dramaturgie: Danielle Strahm-Fend
Residenz bei netzwerkTanz Vorarlberg im Rahmen von Im_flieger CHANGING SPACES.

INVERSENSA // Eva Urbanová (SK/AT)

Welches Wissen wurde im Laufe der Geschichte als unangemessen, übertrieben oder gefährlich erklärt? INVERSENSA nähert sich der Hexe aus einer queer-feministischen Perspektive und holt damit Wahrnehmungsweisen zurück, die unterdrückt oder abgewertet wurden. Durch somatischen Ungehorsam und monströse Transformation verarbeitet der Körper Spuren persönlicher und kollektiver Erinnerung neu. Hexerei wird zu einer choreografischen Praxis, um das, was verborgen werden musste, in Bewegung zu bringen, Gestalt annehmen zu lassen und andere Wege des Umgangs mit der Welt und des Lebens in ihr zu eröffnen.

Choreographie, Tanz: Eva Urbanová
Stimmcoaching: Crystal Wall
Musik: Daphne X
Kostüm: Miriama Kardošová
Partner:innen: Bears in the Park, brut Wien, ImPulsTanz – TURBO Research Residency, Raw Matters
Unterstützt im Rahmen von Im_flieger SUPPORTS.

Ella Gill (IL/SK/AT) ist eine in Wien lebende Tanzkünstlerin, deren körperliche Recherche einen erhöhten Muskeltonus sowie emotionale und physische Intensität erforscht. Von 2017 bis 2020 war sie Mitglied der Kibbutz Contemporary Dance Company. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Tänzerin mit Choreograf:innen wie May Zarhy, Roy Assaf, Offir Yudilevich, Iyar Elezra, Rotem Weissman u. a. zusammen. 2021 bis 2022 war sie Teil eines Kollektivs mit Yael Sofer und Hillel Perelman, das gemeinsam mit dem Musiker Zohar Shafir eine Performance im öffentlichen Raum des Tikva-Marktes in Tel Aviv entwickelte. Sie absolvierte das professionelle Tanzprogramm Maslool in Tel Aviv sowie eine dreijährige Ausbildung in Shiatsu-Therapie am Tmurot College in Jaffa. Im Oktober 2026 entwickelte Gill ihre aktuelle Arbeit im Rahmen einer Im_flieger CHANGING SPACES Residenz bei netzwerkTanz Vorarlberg weiter.

Eva Urbanová (SK/AT) ist ein:e queere, in der Slowakei geborene und in Wien lebende Choreograf:in, Tänzeri:n und Performancekünstler:in. Urbanovás Arbeit beschäftigt sich mit Transformation, sensorischer Intelligenz und tiefer Relationalität. Deren Praxis reicht über Performance hinaus bis hin zu somatischen und kollektiven Prozessen, in denen veränderte Zustände, Berührung und der unberechenbare Körper Normativität ins Wanken bringen und verkörpertes Wissen wecken. Urbanovás Hintergrund in der rhythmischen Sportgymnastik bildet eine frühe körperliche Grundlage für diese Forschung: ein Training in Präzision, Elastizität, Ausdauer und extremer körperlicher Modulation, das sich später zu einer Untersuchung des monströsen und formwandelnden Körpers entwickelte. Dieser körperliche Zustand der Vielfältigkeit, legt die Grenzen der sozialen, ästhetischen und politischen Systeme offen, die zeitgenössische Körper regeln.