SCHULE@Im_flieger – INTENSIVE LAB // Luigi Guerrieri (IT/AT), Anita Kaya (AT), Laura Vilar (ES/AT), Josefina Zuain (AR)
Fr–So 12.–14.6.2026

Foto: Triny Reinoso, edited by Jean Mazel
Fr–So 12.–14.6.2026 // Fr 10.00–16.00, Sa & So 10.30–16.30
Labor/Workshop
Fr 12.6. Im_flieger STUDIO (Bräuhausgasse 40, 1050 Wien), Sa 13.6. & So 14.6. Reallabor Fassfabrik (Lastenstraße 19, 1230 Wien)
In englischer Sprache // Kosten: nach eigenem Ermessen zwischen 70 € und 150 € // max. 5 Plätze // Anwesenheit an allen 3 Tagen ist erwünscht und wird bevorzugt // Anmeldung unter imflieger@gmail.com
SCHULE@Im_flieger 2026 – Künstlerische Forschung durch Bewegung(en) & Schreiben wird in Zusammenarbeit mit Reallabor Fassfabrik realisiert.
Im Rahmen der SCHULE@Im_flieger 2026 – Künstlerische Forschung durch Bewegung(en) & Schreiben findet ein 3-tägiges Labor statt, das fünf weiteren Teilnehmenden offensteht. Die diesjährige SCHULE-Mentorin Laura Vilar sowie die Gastkünstler:innen Luigi Guerrieri, Anita Kaya und Josefina Zuain werden in Workshops ihre spezifischen Ansätze und Praktiken vorstellen: von körper- und bewegungsbasierten bis hin zu Schreib- und ökosomatischen Wahrnehmungspraktiken.
Die Gruppe wird zwischen Im_flieger STUDIO (1050 Wien) und dem Reallabor Fassfabrik (1230 Wien) arbeiten und die jeweilige künstlerische Forschung in unterschiedliche Kontexte und Ökosysteme übertragen. Wie verändert sich der Forschungsprozess, wenn wir das Beziehungsgeflecht und die ihn stützende Umgebung variieren? Welche anderen Körperlichkeiten entstehen an unterschiedlichen Orten? Wie verschieben und überschneiden sich unsere Arten der Aufmerksamkeit? Welche neuen Ökologien von Materialien werden sichtbar? Wie können wir diese Prozesse durch Bewegung und Schreiben nachzeichnen?
Anita Kaya (AT) geboren 1961, ist freischaffende Choreografin, Performerin und Kuratorin und lebt in Wien. Unter dem Label OYA-Produktion (1988-2005) schuf sie Tanzproduktionen, ortsspezifische Performances, performative Installationen und Tanzvideos, die international präsentiert wurden. Im Jahr 2000 initiierte sie die Künstler:innen für Künstler:innen Initiative Im_flieger – Forschungslabor für Tanz, Performance und transmediale Kunst. (Konzeptförderung der Stadt Wien 2022-25). In künstlerischer Leitung und in Zusammenarbeit mit zahlreichen Künstler:innen und Theoretiker:innen entwickelt sie neue Konzepte und Strukturen künstlerischer Kooperationen und Mentoring-Programme: z.B. das europäische Residenzprogramm für junge Choreographen TERRAINS FERTILES 05 (Innovationspreis 2005 der IG-Kultur Wien). Sie beschäftigt sich mit dem Körper als Speicher des individuellen und kollektiven Gedächtnisses, und seinem Kommunikationspotenzial mit der Umgebung, der Menschlichen und mehr als Menschlichen: z.B. Translocations / One-to-One Performance bewegte sich an der Schnittstelle von Geschichte/ Trauma, Archivierung, Installation und Performance. 2023 kooperiert sie mit Theatercombinat/ Claudia Bosse im Rahmen der Produktion Bones & Stones als Performerin/Choreografin. 2019/20 absolvierte sie den Universitätslehrgang „Kuratieren in den Szenischen Künsten“ an der Universität Salzburg und München. Sie ist Co-Herausgeberin und -Autorin der Publikation VISCERAL FICTION – Im_flieger schreibt Geschichte/n – 20 Jahre Künstler:innen für Künstler:innen. 2021, monocrom. www.imflieger.net, www.stffwchsl.net
Josefina Zuain (AR) ist Tänzerin, Autorin und Kunsthistorikerin. Sie studierte moderne Techniken (Humphrey-Technik), Komposition und Improvisation durch somatische Techniken (Feldenkrais, Eutonie), Stretching und Ballett für Biomechanik (Gurquel-Technik) und vieles mehr. Sie hat in Madrid, Salamanca, Rom und anderen Städten Techniken in Twerk und Sexy Style, Bounce und Heels trainiert. Sie koordiniert Schreibworkshops für Künstler:innen und arbeitet als Beraterin für Projekte im Bereich Kunst und verwandten Bereichen. Sie hat einen Bachelor of Arts der Universität Buenos Aires und schloss 2019 ihr Masterstudium in Kunstgeschichte an der Universität Salamanca erfolgreich ab. Derzeit arbeitet sie an ihrer Doktorarbeit an der Universität Salamanca, in der sie historische Tanzdokumente aus dem Mittelalter sowie moralische Urteile und Diskurse, die Twerk kritisieren, untersucht. Ihre Forschung befasst sich mit den Argumenten, die zur Rechtfertigung der Verfolgung bestimmter Tanzformen herangezogen werden. Sie ist Redaktionsleiterin und Gründerin von 2da En Papel Editora, einem Verlag, der sich auf die Verbreitung, Erstellung und den Vertrieb von Inhalten zum Thema Tanz spezialisiert hat. Im Jahr 2009 gründete sie cuadernosdedanza.com.ar ISSN 22508708, eine virtuelle Plattform, die 14 Jahre lang Texte über, zu und aus dem Tanz in Archivform speichert. @segundaenpapel, @josefina.zuain
Laura Vilar (ES/AT) ist Tänzerin, Choreografin, Lehrerin und Forscherin und lebt in Wien und Barcelona. Sie promovierte an der Philosophischen Fakultät der Universitat Autònoma de Barcelona mit einer künstlerischen Forschung über Tanz(e). Sie ist Co-Leiterin von nunArt – künstlerisches Forschungszentrum in Barcelona. Sie ist Lehrerin an der tanzpädagogischen Abteilung des Institut del Teatre of Barcelona. Von 2017 bis 2021 war sie Leiterin des Professional Training an der Tanzschule Area Barcelona. Sie hat national und international an verschiedenen Kunstzentren unterrichtet, wie z.B.: Bad Lemond’s profi training München, CODARTS Rotterdam, Saineb dance co Istanbul, Linz Anton Bruckner Universität, in Spanien: Cobosmika seeds, nunArt Barcelona, Area, Varium, La Caldera; Back Pulver feedback training Wien, Im_flieger Wien, u.a. Sie hat in verschiedenen Kompanien getanzt wie: Compagnie Taffanel in Montpellier (2003-2010), Cobosmika company / Russell Maliphant (2006-2013) auf internationaler Tournee, Hermanas de Castro, Trànsit (2000-2001), La Inconnexa 2002-2003, Lanònima Imperial (2004), Comediants, Salvatge cor (2006-2008) oder Dance Theatre of Ireland (2010), u. a. Ihre neuesten Arbeiten als Choreografin: Tentativas de (des)aparición (2022), #quéhayenelmundo (2021), Voyager (2019-2020), Sanjiao (2017). www.lauravilarblog.wordpress.com www.nunartbcn.com
Luigi Guerrieri (IT/AT) ist ein Performancekünstler mit anthropologischem Hintergrund, der in Wien lebt. Seine Arbeit konzentriert sich auf die Schnittstelle zwischen Bewegung, Improvisation und Erzählkunst und verbindet akademische, künstlerische und körperliche Forschung. Luigi hinterfragt oft stark verankerte kulturelle Konzepte wie hegemoniale Männlichkeit oder die Diktatur des Wohlbefindens in FLOWERS. Er liebt es, gängige Redewendungen wie „son of a bitch” in DEINE MUTTER obsessiv zu wiederholen und alltägliche Ausdrücke wie „vor Freude springen” in BOUNCING JUMPING wörtlich anzuwenden. Guerrieris „autoethnografischer“ Monolog POOR GUY spielt humorvoll und unbeschwert mit der Doppelbedeutung von Selbstfindung und Selbstdarstellung – „ein narzisstisches Projekt, das eine narzisstische Welt mit ihren eigenen Waffen schlägt“. Seine Arbeiten wurden unter anderem im WUK Performing Arts, im Theater am Werk und im Schauspielhaus Wien/Impulstanz präsentiert. Luigi kümmert sich um seine Kinder, schreibt manchmal einen Blog, veröffentlicht von Zeit zu Zeit kurze Video-Performances auf Instagram und TikTok und arbeitet gelegentlich als Koch. www.luigiguerrieri.com