Über Risse / becoming connectives // hannah horn (DE/AT)

So 21.6.2026 // 16.30–17.30

Foto: hannah horn, 2026

So 21.6.2026 // 16.30–17.30

Performance
Im_flieger LANDEBAHN vor der Bräuhausgasse 40, 1050 Wien // freier Eintritt

Konzept, Text, Objekte, Direction: hannah horn
Umgesetzt mit Anouk Lucas (ES/AT), Ilia Gromov (AT) und Joannis Murböck (DE/GR/AT).
Im Austausch mit Hannah Backes, Krassimira Kruschkova und Verena Herterich.

Über Risse / on connectives ist eine performative Intervention im öffentlichen Raum. Sie entwirft ein spekulatives Narrativ in der unmittelbaren Umgebung der Im_flieger LANDEBAHN und lädt die Besucher:innen in eine semi-fiktionale Realität ein, die in den Rissen der Stadt existiert. Entlang der Spekulationen über Objekte und Subjekte, die in Rissen gefunden worden sein könnten, werden Fragen der Koexistenz zwischen Wesen, Erinnerungen, Zeitlinien und Ideen verhandelt.

Das Publikum wird zu aktiven Beobachter:innen – Zeug:innen – von ineinander verwobenen Szenarien einer verschwommenen Realität, die den Bürgersteig als Bühne nutzt, das Seltsame als Begleiter:in betrachtet und die Stadt als vielschichtiges System aus Wesen, Materie und Beziehungsgeflechten bewohnt.

Die Performer:innen folgen Brüchen, Rissen, potenziellen Leerstellen und den Wesen, die diese bewohnen. Was sie vorfinden, sind fragile utopische Systeme im Hier und Jetzt. Systeme, die, indem sie in einer verwundeten Umgebung am Rande der Sichtbarkeit existieren, zugleich immer und niemals Teil des konstituierenden Außen sind. Sie bleiben – in Anlehnung an Judith Butler – der normativen Realität abjekt und bewohnen dadurch einen Ort des Widerstands.

hannah horn (DE/AT) beschäftigt sich mit Fragen des Zusammenlebens in urbanen Räumen sowie mit queer-feministischen Perspektiven auf Umwelt und Stadt. horns künstlerische Praxis kreist um die Suche nach alternativen Formen des „sich beziehens“ und „Verortens“ (eng. belonging) – zu sich selbst, zu anderen Akteur:innen und zu den vielschichtigen Systemen, in denen wir leben. Nach dem Abschluss des Bachelors in Architektur 2021 und der Mitarbeit bei der documenta fifteen in Kassel 2022, studiert horn derzeit in der Klasse für Social Design – Arts as Urban Innovation, und der Klasse für Ortsbezogene Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. Neben der Beteiligung an verschiedenen kollektiven und gemeinschaftsbasierten Projekten in Wien sowie am Musikfestival klein und haarig in Deutschland, arbeitet horn im Bereich Ausstellungsproduktion sowie in der politischen Bildung.