Hubris // Alberto Cissello (IT/AT) & Martina De Dominicis (IT/AT)

Fr 9. & Sa 10.9.2022 // 19.30

Fr 9. & Sa 10.9.2022 // 19.30

Bräuhausgasse 40, 1050 Wien

freie Spende // food & drinks
work in progress // Performance

Konzept, Performance: Alberto Cissello, Martina De Dominicis
Komposition: Manuel Riegler
Outside eye: Daphna Horenczyk

Sich beteiligen ist eine Notwendigkeit, die „aus dem Engagement und der Aufmerksamkeit für die Materialien und die Wege, die sie gehen wollen, entsteht. Ihr Antonym ist Nachlässigkeit“ (Ingold, 2015, übersetzt von Martina De Dominicis).

Spiegelt unsere Beziehung zur materiellen Welt die Art und Weise wider, wie wir uns zueinander verhalten?

Hubris geht von der Handwerkskunst als einer Bedingung der Hingabe aus, um menschliche und nicht-menschliche Formen der Wechselbeziehung zu untersuchen.

Alberto Cissello (IT/AT) ist ein in Wien lebender Tanzkünstler. Gemeinsam mit Martina De Dominicis ist er Mitbegründer von Debocs, deren Kreation yet to be born (2019) kürzlich in Deutschland, Österreich, Italien und Kroatien auf Tournee war. In Koproduktion mit cielaroque/Helene Weinzierl schuf Alberto die Duoarbeit Two in the clock, die beim tanz_house festival 2018 in Salzburg präsentiert wurde. Als Performer arbeitet er regelmäßig mit der Salzburger Choreografin Helene Weinzierl zusammen und war u.a. für europäische Tanzkompanien wie EgriBianco Danza, Oper Graz Tanzkompanie und Norrdans tätig. In Wien war er Teil von Eva-Maria Schallers Sonic Textures (2018) und FEMENINE (2022) und war Gastlehrer am Tanzquartier Wien und MUK.

Daphna Horenczyk (IL/AT) ist eine in Wien lebende Tanzkünstlerin. Nach dem Abschluss des professionellen Tanztrainings im Kibbutz Ga’aton, Israel, zog sie nach Salzburg, um an der SEAD sowohl im Performance- als auch im Choreografieprogramm zu studieren. Während ihres Studiums kreierte sie 3 Stücke, die in Deutschland und Israel auf Tournee gingen. Seit 2012 choreografiert Daphna unabhängig für Bühne und Film. Ihre Arbeiten wurden an verschiedenen Orten und Festivals in Israel und Europa gezeigt, wie z.B. WUK (AT), MASH, Intimadance und Suzanne Dellal Center (IL), No Ballet, PAD Mainz und Schwere Reiter (DE), MAAT (PL), das Nationaltheater der Färöer Inseln (FO) und mehr. Darüber hinaus tritt sie in Stücken von Choreographen wie Ceren Oran (TR/DE), Amanda Piña- Nadaproductions (CN/MX/AT), Andrea Bozic (HG/NL), Anne Juren (FR/AT), Ariel Cohen (IL) sowie in vielen anderen Kooperationen auf. Daphna ist Trägerin des Startstipendiums des österreichischen Bundeskanzleramtes (2019). www.daphnahorenczyk.com

Manuel Riegler (AT) , geboren in St. Pölten, Österreich, lebt und arbeitet in Wien als Komponist und Schlagzeuger für zeitgenössische Musik. Seine Praxis verschränkt Feldaufnahmen und Klangsynthese. Manuel hat in letzter Zeit an verschiedenen Projekten gearbeitet: Lau Lukkarila (Kneading to the 3rd Millennia 2021, Nyxxx 2020 – Impulstanz Festival), Marta Navaridas & Alex Deutinger (Stomach 2021, Hausgeist 2020, Onírica 2019), Katharina Illnar, Emmanuel Obeya, Liz King, Max Biskup (AIR 2021), Rebecca Merlic (Glitchbodies 2021, The City as a House 2020), Dagmar Dachauer & Kilian Immervoll (Feline Project 2019), Eli Keszler (Chasing Homer – Wiener Festwochen 2019), Eva- Maria Schaller (What We Hold Inside 2019, Voices 2018), Kurzfilme von Marlies Poeschl (gezeigt bei Diagonale Graz, Cinema Verité Festival Teheran, Antimatterie Victoria BC Canada).

Martina De Dominicis (IT/AT) ist eine in Wien lebende Tanzkünstlerin. Nach einer Karriere in verschiedenen Tanzkompanien in Europa begann sie 2016, mit Rafaele Giovanola für die Cocoondance Company (DE/CH) zusammenzuarbeiten. Die fortlaufende Zusammenarbeit mit der Kompanie als Performerin, Außenstehende und Forscherin (Movement Glossary) brachte sie dazu, an einer Methodik zu arbeiten, die sich zwischen Praxis und Theorie bewegt. Auf dieser Linie arbeitet sie derzeit an ihrem MA in Bewegungsforschung (Anton Bruckner Privatuniversität, Linz). In Wien war sie Teil von Veza Maria Fernandez‘ Amadora Llama (Tanzquartier Wien, 2018) und Georg Blaschkes Giotto’s Corridors (Brut 2021). 2019 initiierte sie gemeinsam mit Alberto Cissello das künstlerische Duo-Kollektiv Debocs. Ihr Stück „yet to be born“ wurde zu Aufführungen in Deutschland, Österreich, Italien und Kroatien eingeladen. Als Dozentin hat sie ihre Praxis an der ZZT Tanzhochschule in Köln, der Otto Falkenberg Schule München und der Europäischen Akademie für Musik und Darstellende Kunst, Montepulciano (IT) weitergegeben.