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Bianca Figl (AT/ID)

verbindet Forschung und künstlerische Praxis in kollaborativen Projekten, die sich an der Schnittstelle von Tanz, Archivarbeit, Bildung und dekolonialer Forschung bewegen. In ihrer künstlerischen Arbeit verknüpft sie indonesische Tanzformen mit zeitgenössischen Fragestellungen zu Erinnerung, verkörpertem Wissen und kolonialer Geschichte und setzt sich dabei kritisch mit dem Körper als aktivem und dynamischem Archiv auseinander. Von 2012 bis 2020 arbeitete sie während der umfassenden Umbauphase am Weltmuseum Wien und wirkte dort an der Programmentwicklung, der Öffentlichkeitsarbeit und der Ausstellungsgestaltung mit, wobei ihr Schwerpunkt auf partizipativen kuratorischen Strategien lag. Sie promovierte in Arts Practice Research an der University of Limerick (Irland), wo sie sich in ihrer Forschung mit alternativen Ansätzen zur Wissensproduktion und der Politik der Repräsentation in verkörperten Archiven befasste. Figl lehrt an der Universität Wien im Bereich Museums- und Bildungswissenschaften und ist als Gastforscherin und Gastdozentin am Institute of the Arts (ISI) Surakarta in Indonesien tätig.