Fr 30.1.2026 // 19.30

Foto: Michael Akstaller
Fr 30.1.2026 // 19.30
Work-in-progress Showing // Bräuhausgasse 40, 1050 Wien // pay as you wish/can // Drinks & Buffet
Coaching: Krassimira Kruschkova
In Zusammenarbeit mit WEST/FASSFABRIK bieten Lena Schattenberg und Michael Akstaller einen Workshop zum Thema am 19.2.2026 sowie ein weiteres Showing am 21.2.2026 an. Mehr hier.
In ihrer Zusammenarbeit untersuchen Lena Schattenberg und Michael Akstaller das Verhältnis von Wiederholung und scheinbarem Stillstand, wie sich innere Schleifen körperlich und klanglich manifestieren und daraus neue Impulse entstehen können. In einer Zeit permanenter Reizüberflutung richtet STILLSTAND den Blick auf das Kleine, das Unscheinbare – Wiederholung wird zum Mittel der Wahrnehmungsverschiebung, zum Akt des Recyclings, zu einer politischen Geste.
Die beiden Künstler:innen folgen ihren individuellen künstlerischen Recherchen, bleiben dabei im Dialog miteinander und mit dem Raum. Akstaller ertastet die Architektur mit Klang, Schattenberg mit dem Körper – sie treffen sich im Suchen, im Reiben, in der Verschiebung. STILLSTAND verzichtet bewusst auf lineare Narration und öffnet Felder der Assoziationen und eigenen Perspektiven, in denen sich Zusehende wie Performer:innen verlieren, beobachten und neu orientieren können.
Fotos: Franzi Kreis/Im_flieger
Krassimira Kruschkova (BG/AT) ist Theater-, Tanz- und Performancetheoretikerin, Dramaturgin und Kuratorin. Sie studierte an der Akademie für Theater und Film in Sofia. Seit 1995 Lehre an der Universität für angewandte Kunst und an der Akademie der bildenden Künste Wien. 1994 Promotion und 2002 Habilitation an der Universität Wien. 2003-2017 Leiterin des Theoriezentrums am Tanzquartier Wien. Mehrfache Gastprofessuren an der FU Berlin, an den Universitäten Frankfurt, Wien und Salzburg. Kuratorin zahlreicher Vortrags- und Performancereihen. Publikationen u.a. „Ob?scene: Zur Präsenz der Absenz im zeitgenössischen Tanz, Theater und Film“ (Herausgeberin, 2005), „Tanz anderswo“ (Mitherausgeberin, 2004), „It takes place when it doesn’t. On dance and performance since 1989“ (2006), „Dies ist kein Spiel“ (2008), „Uncalled. Dance and performance of the future“ (2009), 8 booklets SCORES #0-#7 (2010-2017).
Lena Schattenberg (AT) ist eine in Wien lebende Tänzerin und Choreografin. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen somatischer Praxis, konzeptueller Recherche und relationaler Bewegungsforschung, mit einem besonderen Fokus auf innere Vielheiten und die wechselnden Dialoge zwischen den Anteilen des Selbst. Sie untersucht, wie sich diese inneren Konstellationen durch Bewegung, Stimme, Raum und körperliche Zustände ausdrücken und transformieren. Als Performerin arbeitete sie u. a. mit Claudia Bosse, Theo Clinkard, Samuel Feldhandler, Eva Borrmann sowie Rosas / Anne Teresa De Keersmaeker und war international u. a. in Beirut und Moskau zu sehen. Jüngste Arbeiten: The Many Piece (2022) und I lived in the cracks and moved in the shadows (2023). www.lenaschattenberg.com
Michael Akstaller (DE) beschäftigt sich in seiner wissenschaftlichen, künstlerischen und kuratorischen Praxis mit Strömungsforschung, akustischer Forschung sowie den Beziehungen zwischen Klang und Raum, Bewegung und Performance. Seine künstlerischen und kuratorischen Arbeiten sind oft interdisziplinär und kollaborativ angelegt und wurden unter anderem im Silent Green Berlin (2023), im Lenbachhaus München (2022, 2021), in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden (2022, 2021), bei der 6. Ural Industrial Biennale Ekaterinburg (2021) und am HKW Berlin (2021) gezeigt. 2024 vertrat er den deutschen und 2025 den türkischen Pavillon der Venedig Biennale. Akstaller war an wissenschaftlichen Institutionen wie der Bundesanstalt für Wasserbau in Karlsruhe, der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz tätig. Derzeit lehrt er an der Folkwang Universtiät der Künste das Studienfach Sound Practice Research. Über seine interdisziplinäre und kollektive Zusammenarbeit mit Künstler:innen und Wissenschaftler:innen verschiedenster Sparten co-kuratierte er Festivals am Künstlerhaus Nürnberg und am HKW Berlin. Er lebt und arbeitet in Nürnberg. www.michaelakstaller.de