Im_flieger SUPPORTS 2026

Alle Im_flieger SUPPORTS Artists 2026.

Foto: Paola Lesslhumer

Im_flieger stellt ausgewählten Künstler:innen auf Anfrage (je nach Verfügbarkeit auch kurzfristig) kostenfrei bzw. kostengünstig Arbeitsraum inkl. technischer Ausstattung zur Verfügung, sowie optional künstlerisches/technisches/logistisches Coaching.

violet glace // Flóra Boros (HU/AT)

9 Termine im Jänner 2026 // Research, Probe // Premiere: 29. Jänner 2026, WUK
Flóra Boros choreografiert einen Raum, der bewusst mehrdeutig ist – einen Raum, in dem Sinnlichkeit keiner Erklärung oder erotischen Lesbarkeit bedarf. Dieses Solo entfaltet sich wie eine sich langsam entwickelnde, asexuelle Romanze und lädt das Publikum ein, einen Blick zu erleben, der verweilt, ohne zu verschlingen. Inspiriert von den schrillen Popmusikvideos der 90er und 00er Jahre entstehen sinnliche Tanzsequenzen, die jedoch wieder reduziert und in einen neuen Kontext gestellt werden, sodass der Körper sich bewegen, schwitzen und existieren kann, ohne ein Objekt der Begierde zu sein. Boros entsexualisiert Choreografien mit jedem Hairflip und untergräbt lustvolle Gesten durch Wiederholung. Indem es hinterfragt, wie wir starren, sexualisieren und objektivieren, rückt violet glace die asexuelle Darstellung in den Vordergrund. Und in den Hintergrund. Und all die subtil sinnlichen Räume dazwischen. 

(Artists werden laufend ergänzt)

Flóra Boros (HU/AT) ist freischaffende Künstlerin und Choreografin, die in Wien und Budapest lebt. Ihre Arbeiten wurden an Orten wie dem Kaaitheater, dem WUK, der Muffathalle, dem Schweren Reiter und dem Theater Akzent sowie auf verschiedenen Festivals gezeigt. Mit ihrer ersten Solo-Performance CINDY erhielt sie 2022 das START-Stipendium des österreichischen Kulturministeriums, sowie das ATLAS-Stipendium bei ImPulsTanz. 2021 schloss sie ihr Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und an der Universität Wien ab. Sie schloss ihr Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien 2021 ab. Ihre Diplomarbeit wurde mit einem Stipendium der Stadt Wien ausgezeichnet und diente als theoretische Forschung für CINDY. Ihre aktuelle künstlerische Praxis erforscht Intimität, Befreiung aus einer queeren Perspektive und die Lenkung des Blicks, um zu hinterfragen, wie Körper verkörperte Narrative jenseits normativer Strukturen vermittelt.