HOOD Dreaming // Asher Ó Gormáin (IE/AT) & Andrea Gunnlaugsdóttir (IS/AT)

Di 10.2., 14.4., 30.6.2026 // 10.00–13.00

Photo: Hanna Fasching

Di 10.2., 14.4., 30.6.2026 // 10.00–13.00

Sharing Practice // Bräuhausgasse 40, 1050 Wien // kostenlos // in englischer Sprache // offen für Künstler:innen und Kulturschaffende, die (werdende) Eltern sind oder über Elternschaft nachdenken

Di 10.2. mit Co-Host Nina Sandino

In Zusammenarbeit mit HOOD for Artist Parents.
Kinder sind herzlich willkommen – gerne mitnehmen, wenn keine Kinderbetreuung verfügbar ist!

HOOD Dreaming ist ein regeneratives Konzept und eine Praxis, die eine unterstützende Umgebung für Eltern neu denkt, die im Kunstbereich arbeiten und ihre doppelte Verantwortung als Künstler:in und Betreuende navigieren. Für diese Reihe betrachten Asher Ó Gormáin und Andrea Gunnlaugsdóttir das Thema aus der Perspektive radikaler Verwandtschaft (radical kinship) – einer alternativen Form der Verbundenheit, die sich den Gewohnheiten der Kernfamilie und den Strukturen des Eigentums widersetzt: Wie können wir alternative soziale Institutionen aufbauen, die unsere Arten zu lieben, Eltern zu sein und Kunst zu schaffen unterstützen?

Die von HOOD for Artist Parents gehosteten Sessions verbinden zwei Praktiken – HOOD Dreaming und KinKin – und eröffnen einen Raum für kollektive Vorstellungskraft, verkörperte Forschung und ein gemeinsames Umdenken darüber, wie Fürsorge und kreatives Schaffen koexistieren können.

HOOD Dreaming ist eine Audio-Kompositionspraxis, in der über das Unmögliche, das Notwendige und das Noch-Nicht-Reale sprechen und uns Welten vorstellen, in denen Eltern und Betreuende umfassend unterstützt werden.

KinKin ist eine verkörperte Praxis, die die Kinesphäre – den Raum rund um den Körper – erforscht. In Anlehnung an den verspielten Widerstand von „Spielkämpfen“ testen wir Nähe, brechen Höflichkeitsregeln und entdecken, wie Unfug, Herausforderungen und gemeinsame Anstrengungen neue Wege zu Verbundenheit und kollektiver Fürsorge eröffnen können.

Die Sessions stehen Künstler:innen und Kulturschaffenden offen, die (werdende) Eltern sind, Eltern werden wollen, Fans von Eltern sind oder sich für Themen wie Fürsorge, Verwandtschaft und kreatives Überleben interessieren.
Inklusive Getränke, Snacks und gemütlicher Atmosphäre. Kinder sind herzlich willkommen – gerne mitnehmen, wenn keine Kinderbetreuung verfügbar ist!

HOOD for Artist Parents wurde 2021 von den Kernforscher:innen und kunstschaffenden Eltern Andrea Gunnlaugsdóttir und Asher Ó Gormáin gegründet. Die künstlerische Praxis HOOD Dreaming wurde im Rahmen von SCHULE@Im_flieger 2023 entwickelt und wird seitdem von Im_flieger als öffentliche Feldforschung unterstützt.

Andrea Gunnlaugsdóttir (IS/AT) geboren in Reykjavík, Island, ist eine in Wien lebende Tänzerin und Choreografin. In eigenständigen und kollaborativen Konstellationen bewegen sich ihre Arbeiten an der Schnittstelle von Tanz und Performance und suchen mitunter Formate jenseits der Bühne. Ihre jüngste Arbeit CUMULUS in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Claudia Lomoschitz tourte kürzlich in Österreich und Island und wird demnächst in Norwegen zu sehen sein. Andrea hat mit vielen in Wien lebenden Künstlern wie Doris Uhlich, Alix Eynaudi, Andrea Maurer, Veza Fernandes u.a. zusammengearbeitet. Als nächstes wird sie im brut Wien in der Arbeit der Choreografin Sara Lanner auf der Bühne stehen. Andrea hat von Anfang an zwei Kinder neben ihrer künstlerischen Karriere großgezogen und dabei einige Erfahrung mit dem Gefühl von FOMO gesammelt.

Asher Ó Gormáin (IE/AT) ist eine irische Künstlerin, die als Performanceschaffende, Dramaturgin und Dozentin in Wien tätig ist und sich in ihrer Arbeit mit choreografischen und visuellen Kunstpraktiken beschäftigt. Ihre Arbeit befasst sich intensiv mit Objekten und Materialien, um die taktilen, sinnlichen und existenziellen Dimensionen des „Gewöhnlichen“ zu erforschen und anthropozentrische Perspektiven in Frage zu stellen. Als Dramaturgin betrachtet sie Zusammenarbeit als einen Prozess der Weltgestaltung – sie taucht durch Dialog, Achtsamkeit und kritische Einstimmung in die Ökologie der Ideen, Körper, Geschichten und Wünsche von Künstler:innen ein. Asher hat einen BA (Hons) in Choreografie vom Dartington College of Arts, ein Diplom von der SEAD – Salzburg Experimental Academy of Dance und einen MA in Bildender Kunst (TransArts) von der Universität für angewandte Kunst Wien. www.asherogorman.com

Nina Sandino (NI/AT) (sie/dey) ist Architekt:in und Bewegungskünstler:in aus Nicaragua. Deren Praxis konzentriert sich auf afro-indigenen queeren Futurismus und die Weitergabe von überliefertem Gemeinschaftswissen. Nina Sandino setzt sich für einen ganzheitlichen Widerstand ein, bei dem Ruhe, Vergnügen und Freude als radikale Mittel zur persönlichen und kollektiven Ermächtigung dienen. www.ninasandino.com