Alle Im_flieger SUPPORTS Artists 2025.

Foto: Mario Ilić
Im_flieger stellt ausgewählten Künstler:innen auf Anfrage (je nach Verfügbarkeit auch kurzfristig) kostenfrei bzw. kostengünstig Arbeitsraum inkl. technischer Ausstattung zur Verfügung, sowie optional künstlerisches/technisches/logistisches Coaching.
Fractured Time // Laureen Olivia Drexler (AT) & Vito Vidovič Bintchende (IT/AT)
Residenz: 2. Jänner bis 2. Februar 2025 (3 Wochen)
Fractured Time untersucht die Verschmelzung von zeitgenössischem Tanz und Clubkultur und geht der Frage nach, wie sich eine Tanzperformance in die Atmosphäre einer Rave-Party einfügen lässt. Das Werk beleuchtet den doppelten Fokus von Darstellern und Publikum in diesem einzigartigen Umfeld und hinterfragt, wie sich das Engagement in einer energiegeladenen, immersiven Umgebung verändert. Die Tänzer experimentieren mit den kraftvollen Rhythmen der elektronischen Musik und wechseln zwischen der vollständigen Verkörperung ihrer Beats und dem Widerstand gegen sie mit langsamen, kontrastierenden Bewegungen. Die Choreografie betont das Tempo und spielt mit der Wahrnehmung von Zeit, wodurch sie die zeitlose, gewohnheitsfreie Natur von Nächten auf Techno-Partys widerspiegelt. Sie versucht, die verwirrende Freiheit und das veränderte Zeitgefühl einzufangen, die Raves hervorrufen.
mirrors, a football and the back of my hand // Coralie Bernard (FR/AT), Marlene Aigner (AT), Bibi Bauer (DE/AT)
Residenz: 3. März bis 17. April 2025
Unsere Forschung befasst sich mit der Analyse der verschiedenen Ebenen von Erfahrungen, Einflüssen und gesellschaftlichen Erwartungen, die den Übergang vom Jugend- zum Erwachsenenalter prägen. Wie haben wir gelernt, miteinander umzugehen, was haben wir gemeinsam, obwohl wir unterschiedlich aufgewachsen sind, und wie möchten wir miteinander umgehen? Durch den Austausch möchten wir vergangene Dynamiken beleuchten und gesündere Beziehungen zu uns selbst und zueinander schaffen. Gleichzeitig hinterfragen wir, wie die Terminologie diesen Prozess beeinflusst, insbesondere im Zusammenhang mit der Sozialisierung als Frauen*.
Diffractive Dialogues: Abstract Humor ^°? // BACKPULVER – Ewa Bańkowska (PL/AT), Frans Poelstra (NL/AT), Olivia Hild (AT)
Sharing practice: 24.bis 26. März 2025
Diffractive Dialogues ist ein Format zur Förderung von Diskursen über und durch performative, somatische und künstlerische Praktiken, das sowohl die Teilnehmer:innen als auch die Moderator:innen zu aktiven und kollaborativen Beiträgen einlädt: Bei jedem Treffen sind die Beiträge aller Professionellen aus dem performativen, somatischen und künstlerischen Bereich willkommen und geschätzt.
Mit der Frage: Abstrakter Humor ^°? werden die Künstler:innen Ewa Bańkowska und Frans Poelstra ihre Praktiken durchkreuzen und ineinander übergehen lassen und eine künstlerische Befragung gemeinsam leiten. Um Ewa, Frans und die Gruppe zu begleiten, ist die Künstlerin Olivia Hild eingeladen, die Sessions künstlerisch zu dokumentieren und am Ende des letzten Tages eine Zusammenfassung zu halten.
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Wind of a Distant // ABDOMINAL MARMALADE AGENCY {A.M.A.} – Karine Blanche (FR/AT) & Julia Zastava (RU/AT)
Residenz: 28. Juni bis 1. Juli 2025
Wind of a Distant ist eine Fortsetzung ihres performativen Klangprojekts mit einer präparierten Harfe, einem Nord-Keyboard, Gesang und einem selbstgebauten Instrument, das bereits in Wien an Orten wie Spektakel, Studio Matsune, Bank Austria Studio und in La Menagerie de Verre, Paris, gezeigt wurde.
ANGST // Giggidalessio – Luigi Guerrieri (IT/AT) & Stephano D’Alessio (IT/AT)
Residenz: 23. Juni bis 4. Juli 2025 // Performance: 11. Oktober 2025, DE/Ensemble in Kooperation mit Bears in the Park
giggidalessio ist ein NO-CONCEPT-Duo. Ihr Konzept? Spaß, Zufälligkeit, ernsthafte Ironie und die entschiedene Weigerung, überhaupt ein Konzept zu haben. Sie verbinden Performance, Musik, obsessive Wiederholungen und neue Medien. Nach Jahren der Fantasien über ein Musik-Performance-Duo ist ANGST ihr erstes Projekt, mit dem sie diese Vision zum Leben erwecken.
F E M E N I N E // Eva Maria Schaller (AT)
Residenz: 3. Mai 2025, Performance: 12. Juli 2025, Kärnten
Julius Eastman (1940-1990) war Rising Star und gleichzeitig Underdog der New Yorker Avantgarde-Musikszene der 1970er Jahre. Femenine (1974), seine Komposition für Ensemble, und 2022 von Eva Maria Schaller und Tänzer:innen an verschiedenen öffentlichen Räumen Wiens gespielt in Kooperation mit ImPulsTanz und neu vertanzt, wird für ein Gastspiel in Kärnten neu adaptiert.
Between Gravities // Laura Vilar (ES/AT)
Residenz: 3 Wochen zwischen Jänner und September 2025 // Premiere: 17. & 18.10.2025, Mercat de les Flors (Barcelona)
Aufbauend auf die Solo-Performance Attempts to (des)appear (2022), die eine Konstellation sich überlagernder Elementeschichten vorschlug, mit der Absicht, die Aufmerksamkeit auf die Beziehungen und Räume dazwischen zu lenken. Setzt sich in der Arbeit Between Gravities Laura Vilar mit einer Lebensweise -ohne einen bestimmten Mittelpunkt, aber mit vielen Kräften und Zentren gleichzeitig – auseinander. Es ist eine intime und persönliche Recherche, die die Lebens-und Arbeitsrealität vieler Freischaffender (Künstler:innen) widerspiegelt: Wie kann man ein gutes Leben zwischen den Gravitäten führen?
Der Schuh, der aus der Reihe tanzt // Claudia Auzinger (AT/ES)
Residenz: 5. bis 14. August 2025
Ausgangspunkt und Inspirationsquelle ist das Märchen „Die roten Schuhe“ von Hans Christian Andersen. In einer kritischen Reflexion aus zeitgenössischer Perspektive gilt es dieses traditionelle Märchen neu zu denken, zu dekonstruieren und wieder zusammenzusetzen, um neue Lesarten und Bedeutungen zu erschließen. Die Themen der Zugehörigkeit, des Außenseitertums und des sich (Nicht-)Anpassens werden aufgegriffen. In dieser Auseinandersetzung erarbeite ich eine neue Interpretation, jenseits der ursprünglichen Moral, die auf Bestrafung und der Unterdrückung von Verlangen basiert. Das Projekt „Der Schuh, der aus der Reihe“ tanzt, stellt diesen Diskurs infrage und schlägt vor, dass das „Abweichen“ von der Norm etwas Positives und Notwendiges sein kann, als Akt der Rebellion und der Selbstbehauptung. Die Schuhe sind wilde, manchmal unbändige, Tänzer.
CARTE BLANCHE // Johanna Nielson (AT)
Residenz: 2x2h/Woche von September bis Dezember 2025
Johanna Nielson kehrt zurück in den Proberaum. Eine Bestandsaufnahme und Neuorientierung.
DICTÉE: THE BITE // Francesca Ferrari (IT/AT)
Residenz: 6 Termine im Dezember 2025
Dictée: THE BITE ist eine Weiterentwicklung der Solo-Arbeit „Betray your tongue“, welche im Frühjahr 2025 in der Galerie Sehsaal in Wien präsentiert wurde sowie in der Akademie der Künste Berlin (2023), ACUD MACHT NEU Berlin (2023) und Zentralwäscherei Zürich (2023). Die Choreografin und Tänzerin Francesca Ferrari setzt sich mit Sprachlosigkeit als soziale, politische und persönliche Erfahrung auseinander. In „Betray your tongue“ untersucht sie, wie gesellschaftlich verankerte Machtapparate Affekte, insbesondere Schuld, in uns hervorbringen und uns verstummen lassen können. Wie können wir fern von (Selbst-)Zensur (wieder) wilde Zungen wachsen lassen? Das Herz von Ferraris‘ Recherche bildet das Buch Dictée aus dem Jahr 1982 der Lyrikerin, Performance- und Videokünstlerin Theresa Hak Kyung Cha.