Artistic Research Through Slippery Time(s) // SCHULE@Im_flieger 2025 Zine

Artistic Research Through Slippery Time(s) – SCHULE@Im_flieger 2025

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Von März bis Dezember 2025 widmete sich SCHULE@Im_flieger mit Artistic Research Through Slippery Time(s) unter der Leitung von Elizabeth Ward sowohl persönlichen als auch kollektiven Bewegungsforschungsprozessen. Das SCHULE@Im_flieger 2025 Zine haben Ward und die teilnehmenden Künstler:innen – Bita Bell, Flóra Boros, Kenneth Constance Loe, Luiza Furtado, Paula Hernandez Mollison, Valentino Skarwan – in Zusammenarbeit mit dem Grafikdesigner Peter Oroszlány gestaltet.

Mehr Informationen zum Format SCHULE@Im_flieger hier.

Herausgeberin: Im_flieger – Künstler:innen_Initiative

Editor:innen: Elizabeth Ward & Schulerinas

Autor:innen: Elizabeth Ward, Anita Kaya, Bita Bell, Flóra Boros, Kenneth Constance Loe, Luiza Furtado, Paula Hernandez Mollison, Valentino Skarwan

Grafikdesign: Peter Oroszlány

Anita Kaya (AT) geboren 1961, ist freischaffende Choreografin, Performerin und Kuratorin und lebt in Wien.  Unter dem Label OYA-Produktion (1988-2005) schuf sie Tanzproduktionen, ortsspezifische Performances, performative Installationen und Tanzvideos, die international präsentiert wurden. Im Jahr 2000 initiierte sie die Künstler:innen für Künstler:innen Initiative Im_flieger – Forschungslabor für Tanz, Performance und transmediale Kunst. (Konzeptförderung der Stadt Wien 2022-25). In künstlerischer Leitung und in Zusammenarbeit mit zahlreichen Künstler:innen und Theoretiker:innen entwickelt sie neue Konzepte und Strukturen künstlerischer Kooperationen und Mentoring-Programme: z.B. das europäische Residenzprogramm für junge Choreographen TERRAINS FERTILES 05 (Innovationspreis 2005 der IG-Kultur Wien).  Sie beschäftigt sich mit dem Körper als Speicher des individuellen und kollektiven Gedächtnisses, und seinem Kommunikationspotenzial mit der Umgebung, der Menschlichen und mehr als Menschlichen: z.B. Translocations / One-to-One Performance bewegte sich an der Schnittstelle von Geschichte/ Trauma, Archivierung, Installation und Performance. 2023 kooperiert sie mit Theatercombinat/ Claudia Bosse im Rahmen der Produktion Bones & Stones als Performerin/Choreografin. 2019/20 absolvierte sie den Universitätslehrgang „Kuratieren in den Szenischen Künsten“ an der Universität Salzburg und München. Sie ist Co-Herausgeberin und -Autorin der Publikation VISCERAL FICTION – Im_flieger schreibt Geschichte/n – 20 Jahre Künstler:innen für Künstler:innen. 2021, monocrom. www.imflieger.net, www.stffwchsl.net

Bita Bell (IR/US/AT) ist Tanzkünstlerin und Komponistin mit einem BA in Musikkomposition und einem MFA in Tanz. Geboren im Iran studierte sie in Hongkong, lebte ab 2012 in den USA und ist derzeit in Wien ansässig. Kürzlich absolvierte sie ein künstlerisches Forschungsstipendium an der THIRD DAS Graduate School in Amsterdam, wo sie im Eigenverlag ein Zine mit dem Titel „containing multitudes, at times fragmented“ herausgab. Bell erhielt 2023 ein Startstipendium für Musik und Darstellende Kunst des BMKÖS und 2024 ein danceWEB-Stipendium bei ImPulsTanz.

Elizabeth Ward (US/AT) ist Tänzerin, Choreografin und gelegentliches Outside Eye. Sie interessiert sich dafür, wie individuelle sowie kollektive Tanzgeschichten von der Geografie und den Bewegungen von Menschen und Ideen geprägt sind. Ihre ersten Auftrittserfahrungen sammelte sie als Kind beim Atlanta Ballet. Später studierte sie Post-Modern Dance in Vermont, was sie schließlich nach New York City führte, wo sie für Downtown-Choreograph:innen wie Cathy Weis, Yvonne Meier, DD Dorvillier, Rebecca Brooks, Miguel Gutierrez, Biba Bell und Heather Kravas tanzte. In New York wurde ihre Arbeit im Danspace, beim Movement Research in der Judson Church, bei AUNTS, in der Chocolate Factory und in der Kitchen gezeigt. Seit sie nach Wien gezogen ist tanzt sie für Anne Juren, Philipp Gehmacher, Veza Fernández und Samuel Feldhandler. In Österreich wurden Elizabeth Wards Arbeiten im brut, WUK, TQW, bei den Wiener Festwochen, bei ImPulsTanz und beim steirischer herbst gezeigt.

Flóra Boros (HU/AT) ist freischaffende Künstlerin und Choreografin, die in Wien und Budapest lebt. Ihre Arbeiten wurden an Orten wie dem Kaaitheater, dem WUK, der Muffathalle, dem Schweren Reiter und dem Theater Akzent sowie auf verschiedenen Festivals gezeigt. Mit ihrer ersten Solo-Performance CINDY erhielt sie 2022 das START-Stipendium des österreichischen Kulturministeriums, sowie das ATLAS-Stipendium bei ImPulsTanz. 2021 schloss sie ihr Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und an der Universität Wien ab. Sie schloss ihr Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien 2021 ab. Ihre Diplomarbeit wurde mit einem Stipendium der Stadt Wien ausgezeichnet und diente als theoretische Forschung für CINDY. Ihre aktuelle künstlerische Praxis erforscht Intimität, Befreiung aus einer queeren Perspektive und die Lenkung des Blicks, um zu hinterfragen, wie Körper verkörperte Narrative jenseits normativer Strukturen vermittelt.

Kenneth Constance Loe (SG/AT) ist Künstler:in, Autor:in und Performer:in aus Singapur, und lebt derzeit in Wien. Zusammen mit Ari Ban und Claire Lefèvre hat dey die holiday poets society gegründet, einem in Wien ansässigen Poesiekollektiv. Kenneth Constance Loes Praxis dreht sich um materielle und sensorische Fetische des Begehrens, Poetiken der Gastfreundschaft, Körpergedächtnis, queere Ökologien und andere tangentiale Gedanken durch eine performative Kollokation von Skulptur, Video, Bewegung, Text und Geruchsobjekten. Deren Gedichtmanuskript „sun-dried air“ war Finalist des Gaudy Boy Poetry Book Prize 2022. Weitere Gedichte wurden kürzlich in „rivulet 10: sound barrier“ und der Anthologie „New Singapore Poetries“ (Gaudy Boy, 2022) veröffentlicht. www.kennethloe.com

Luiza Furtado (BR/AT) wurde 1999 in Florianopolis, Brasilien, geboren. Sie lebte in Rio de Janeiro, wo sie 2021 ihren Bachelor in Industriedesign an der PUC erhielt. Für ihr Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien zog Furtado nach Österreich. Ihre Forschung zum Thema Tanz verwebt Malerei, Skulptur und audiovisuelle Medien miteinander, um Verflechtungen von fiktionaler Spekulation und Hybridismus zu thematisieren und über mögliche ökologische Alternativen für die Gegenwart zu reflektieren.

Paula Hernandez Mollison (EC/AT) (*1997, Guayaquil, Ecuador) lebt und arbeitet zwischen Österreich, den Niederlanden und Ecuador. Sie zog nach Wien, um ein Diplom für Site Specific Art an der Angewandten zu erwerben, hat einen Bachelor of Fine Arts von der Königlichen Akademie der Künste in Den Haag und einen Foundation-Abschluss in Kunst und Design vom Central Saint Martins. Ihr Augenmerk liegt auf Situationen, Handlungen oder Objekten, die soziale, persönliche und politische Kontexte in Verbindung mit der Verlagerung von Menschen, Gütern und Emotionen einbetten. Beeinflusst von Fluxus und den Situationist:innen wird ihre Praxis von alltäglichen Erfahrungen gespeist, wobei sie sich alltäglichen Situationen zuwendet, während sie ihre Umgebung kartografiert. Sie betrachtet ihre Arbeit als eine Suche nach möglichen Wegen, die eher von den Wegen ausgehen, die wir mit unserem Körper beschreiten, und die sich aus automatischen Bewegungsabläufen und Beziehungen ergeben.

Valentino Skarwan (AT/GT) ist Künstler:in und Performer:in/Choreograf:in, der:die zwischen Wien und Guatemala City lebt und arbeitet. Skarwans Praxis entfaltet sich durch einen interdisziplinären Ansatz, der sich fließend zwischen Performance, Skulptur und Installation bewegt. Skarwan fühlt sich zu Formen hingezogen, die offen und durchlässig bleiben, mit flexiblen Formaten, die sich starren Definitionen widersetzen und die Betrachtenden zur aktiven Auseinandersetzung einladen. Valentino Skarwans Arbeiten brechen mit traditionellen Formen des Zuschauens und verwandeln passives Beobachten in verkörperte Teilnahme. Für Skarwan ist Intimität ein ökologisches Konzept – eine Möglichkeit, unsere gegenseitige Abhängigkeit mit menschlichen und nicht-menschlichen Wesen zu verstehen. Valentino Skarwan hat als Performer:in und Tänzer:in für verschiedene Künstler:innen und Choreograf:innen gearbeitet.